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Betriebs-, Familienhilfsdienst und Maschinenring Coesfeld e.V.

Bioenergie hat Zukunft!

Datum: Donnerstag, 9. Januar 2014

Bioenergie hat Zukunft!

Der Energiebedarf der Zukunft kann dezentral gedeckt werden – davon zeigten sich die Experten der LandEnergie-Fachtagung in Bad Windsheim überzeugt.

Vor 150 Teilnehmern ging es vor allem darum, Speicherlösungen für regenerativ erzeugte Energie vorzustellen. Denn die unkonstante Verfügbarkeit von Strom aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen stellt derzeit einen massiven Stolperstein auf dem Weg zur Energiewende dar.

Lösungen sind möglich – in den Vorträgen und Workshops waren sie zum Teil sogar zum Greifen nah. Besonderen Eindruck hinterließ der Diplom-Ingenieur Herbert Huber, der die Landwirte und Maschinenring-Mitarbeiter durch seine Vision begeisterte, überschüssigen Bio-Strom in einer Druckluft-Anlage zu speichern und zu jedem beliebigen Zeitpunkt verfügbar zu machen. „Für landwirtschaftliche Betriebe ist unser System ideal geeignet“ meinte Huber, der die Speichersysteme seiner Firma CAEstorage GmbH auf der Bayerischen Landesgartenschau 2014 in Deggendorf einem breiten Publikum vorstellen wird.

Ebenso wie bei Herbert Huber war jedoch auch bei einigen anderen Referenten deutlich zu spüren, dass sie die aktuellen politischen Entscheidungen wie das Bekenntnis der SPD zur Kohlekraft in den Koalitionsvereinbarungen für rückwärtsgewandt und längst überholt halten. Eine ernsthafte Gefahr für den weiteren Ausbau der regenerativen Energien sah darin trotzdem niemand. Die Politik verzögere die Umsetzung der Energiewende unter dem Druck der Lobbyisten – verhindern wird sie den Siegeszug der Regenerativen aber trotzdem nicht, so die Stimmung in Bad Windsheim.

Auch der Präsident im Bundesverband der Maschinenring, Leonhard Ost – der als Betreiber einer Biogasanlage selbst aktiver Produzent von regenerativer Energie ist – war bei der Fachtagung mit vor Ort. Er freute sich ebenso wie der Leiter von LandEnergie, Norbert Binger, über das volle Haus und die engagierten Diskussionen mit den Referenten. Von der Batterie-Speicherung über die Möglichkeiten der Power-To-Gas-Methode bis hin zu intensiven Workshops zu den Themenbereichen Windenergie, Biogas, Photovoltaik, Holz-Kraft-Anlagen und Ölverwertung stand eine ganze Reihe von Zukunftstechnologie auf dem Programm.

„Die Tagung hat mir einen guten Überblick darüber verschafft, worauf es bei Energieprojekten jetzt ankommt“ meint Werner Wunderlich, Landwirt und Vorstand im Maschinenring Haßgau. Er nimmt im Rahmen einer Wärmegenosseenschaft noch im Dezember ein Nahwärmenetz als Ergänzung seiner Biogasanlage in Betrieb – sein Beispiel zeigt: Die Landwirtschaft ist bereit für die dezentrale Energieversorgung der Zukunft. 

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