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Betriebs-, Familienhilfsdienst und Maschinenring Coesfeld e.V.

Die Ernte leidet unter der Trockenheit

Datum: Montag, 24. August 2015

Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) Anfang der Woche mitteilte, ist der Boden in Südhessen, Teilen von Nordbayern und in Sachsen bis ins südliche Brandenburg so trocken wie seit 50 Jahren nicht.
In der Mitte Deutschlands fiel bereits im Frühjahr zu wenig Regen. Den Juli eingeschlossen, war es damit sechs Monate am Stück zu trocken. Außerdem war der Juli im Flächenmittel für Deutschland auch deutlich zu warm. Am 5. Juli wurde im fränkischen Kitzingen mit 40,3 Grad sogar ein neuer Temperaturrekord gemessen, was mit dem Vortag den Höhepunkt der Hitzewelle darstellte. Es folgte eine kurze Phase der Abkühlung, ab der Monatsmitte trat jedoch schon die nächste Hitzewelle auf. Auch verglichen mit demselben Monat in den letzten hundert Jahren war der Juli dieses Jahr sehr warm: Er belegt im Vergleich Platz 7. In Bayern und Baden-Württemberg waren im Juli besonders viele Sonnenstunden zu verzeichnen. Im Norden wurde dagegen das Sonnenscheinsoll laut DWD nicht erreicht – dafür wurde hier die erwartete Menge an Niederschlag in der Regel erzielt, zum Teil sogar übertroffen. Anders verhielt es sich mit der Regenmenge im Süden Deutschlands, denn zwischen Main und Alpenraum war die Niederschlagsmenge nur halb so groß wie normalerweise. Ein extremes Niederschlagsdefizit war in den letzten Monaten dagegen in den Gegenden Saarland, Rheinland-Pfalz, Südhessen, nördliches Baden-Württemberg und Unterfranken zu verzeichnen. Auswirkungen auf die Landwirtschaft Hitze und Trockenheit lassen vor allem bei Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln Ertragsminderungen befürchten. In Rheinland-Pfalz hat die Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken den Landwirten und Winzern bereits Unterstützung zugesagt. Durch steuerliche Erleichterungen soll den Betroffenen unter die Arme gegriffen werden. Für sie sollen auf Antrag die Einkommenssteuer-Vorauszahlungen angepasst werden und auch die Grundsteuer soll bei Bedarf erlassen werden. Auch Stundungen fälliger Zahlungen sollen ermöglicht werden. Neben Rheinland-Pfalz hat auch Mecklenburg-Vorpommern schon Steuererleichterungen versprochen. Regen in Sicht Am Wochenende und zu Beginn der nächsten Woche sind für weite Teile Deutschlands Niederschläge angesagt. Wo es aktuell regnet, können Sie in unserem Regen-Radar live ermitteln. Um Landwirte im Alltag möglichst gut zu unterstützen, ist das Maschinenring-Wetter gezielt auf die Bedürfnisse in der Landwirtschaft ausgerichtet und stellt Wetterinformationen detailliert dar. Hier geht's zum MR-Wetter: http://www.maschinenring.de/wetter.html#/mrWetter=ewogICJsb2NhdGlvbiI6IC...