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Betriebs-, Familienhilfsdienst und Maschinenring Coesfeld e.V.

Die Reform des EEG tritt am 1. August 2014 in Kraft

Datum: Freitag, 25. Juli 2014

Die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) kann mit der Entscheidung im Bundestag vom 27. Juni, im Bundesrat vom 11. Juli und der Einigung mit der EU-Kommission am 9. Juli wie geplant zum 1. August in Kraft treten. Bis zuletzt hatte es zwischen Berlin und Brüssel Differenzen über die Eigenstrombelastung sowie den Umgang mit importiertem Ökostrom gegeben.

Die nun getroffene Einigung sieht vor, dass die Bundesregierung die im neuen EEG geplanten Ausschreibungsverfahren im Umfang von fünf Prozent auch für Projekte aus anderen EU-Staaten öffnet, sofern in diesen Ländern auch deutsche Betreiber Ökostrom vermarkten dürfen. Die Kommission akzeptiert zudem, dass die EEG-Umlage für KWK-Anlagen mit Eigenerzeugung aus fossilen Energieträgern bis 2017 um 40 Prozent reduziert wird. Dann soll eine neue Lösung gefunden werden. Mit der Einigung sind auch die milliardenschweren Ausnahmen der energieintensiven Industrie von der EEG-Umlage gesichert. Die befreiten Unternehmen müssen im Gegenzug für die Jahre 2013 und 2014 eine Zahlung von 30 Millionen Euro leisten.

Zubaumengen sollen besser gesteuert werden

Ziel der EEG-Reform ist, den Ausbau der erneuerbaren Energien besser zu steuern und planbarer zu machen. Zu diesem Zweck wurde der konkrete Ausbau von erneuerbaren Energien definiert: Bis zum Jahr 2025 ist ein Anteil an erneuerbaren Energien von 40 bis 45 Prozent geplant. Zehn Jahre später, 2035, soll dieser Energieanteil zwischen 55 und 60 Prozent betragen. Darüber hinaus sind im EEG 2014 konkrete Mengenziele – sogenannte Ausbaukorridore – für den jährlichen Zubau im Bereich jeder Erneuerbare-Energien-Technologie geregelt:

  • Solarenergie: jährlicher Zubau von 2,5 Gigawatt
  • Windenergie an Land: jährlicher Zubau von 2,5 Gigawatt
  • Biomasse: jährlicher Zubau von ca. 100 Megawatt
  • Windenergie auf See: Installation von 6,5 Gigawatt bis 2020 und 15 Gigawatt bis 2030

Die genaue Mengensteuerung für die Windenergie auf See soll in Zukunft über einen festen Mengendeckel stattfinden. Die Steuerung in den Bereichen Photovoltaik, Windenergie an Land und Biomasse soll zukünftig dagegen über einen sogenannten „atmenden Deckel“ erfolgen. Wenn also mehr neue Anlagen zur Erzeugung von erneuerbaren Energien gebaut werden als es in den Ausbaukorridoren vorgesehen ist, werden die Fördersätze für weitere Anlagen reduziert.

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