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Betriebs-, Familienhilfsdienst und Maschinenring Coesfeld e.V.

Immer für Sie im Einsatz: die Betriebshelfer vom Maschinenring!

Datum: Mittwoch, 2. Oktober 2013

Immer für Sie im Einsatz: die Betriebshelfer vom Maschinenring!Immer für Sie im Einsatz: die Betriebshelfer vom Maschinenring!

Für den Winzer Thomas Knewitz stand nach einem katastrophalen Ernteausfall die Zukunft seines Betriebes auf dem Spiel. Im Nachbarort musste eine Familie den Tod des Familienvaters und Betriebsleiters verkraften. Der Maschinenring sorgte dafür, dass beiden geholfen wurde – indem er Thomas Knewitz als Betriebshelfer zu seinem ersten Einsatz schickte.

Die Nacht vom 4.  auf den 5. Mai 2011 war für die Winzer in Rheinhessen und der Pfalz ein einziger Horror. Auch für Thomas Knewitz aus Gimbsheim. "Der extreme Frost in dieser Nacht hat 80 Prozent unserer Rebstöcke zerstört," erinnert er sich, „und als wäre das nicht schon genug, kam im August auch noch der Hagel“. Der Familienbetrieb stand nach diesem Ernteausfall vor dem finanziellen Ruin. „Ich hätte den Keller dicht gemacht“ erzählt der Winzer, „wenn mir meine Söhne damals nicht unmissverständlich signalisiert hätten, dass sie weitermachen wollen“. Es gab also trotz der Katastrophe noch eine Zukunft – und für die lohnte es sich für die Familie, auch ungewöhnliche Wege zu gehen. Thomas Knewitz führte die Suche nach einem Ausweg zu seinem Maschinenring Rheinhessen-Nahe. Und dort wurde ihm geholfen, sehr schnell sogar: „Im ersten Gespräch fanden wir gleich eine Lösung“, so die Ringmitarbeiterin Ingeborg Stork, „denn in einem Betrieb im nahegelegenen Osthofen wurde ein Betriebshelfer gesucht. Herr Knewitz war ein idealer Kandidat dafür“.

Hinter dem Einsatz steckte ein besonders tragischer Fall: Der Betriebsleiter war gestorben, es ging für die Familie auch dort um die existenzielle Frage, ob der Hof in dieser Notsituation weitergeführt werden kann. Thomas Knewitz hat dafür gesorgt, dass zumindest diese Sorge gemildert werden konnte. Einfühlsam und landwirtschaftlich kompetent hat er 18 Monate lang mehr auf dem Einsatzbetrieb als zuhause gearbeitet. Das hat funktioniert, weil daheim die Söhne inzwischen den Hauptteil der Arbeiten übernahmen, und weil die Chemie zwischen dem Betriebshelfer und der Einsatzfamilie gestimmt hat. „Inzwischen sind wir Freunde geworden“ erzählt Thomas Knewitz.

Und der eigene Betrieb läuft inzwischen auch wieder rund. „Ohne den Zuerwerb aus der Betriebshilfe hätten wir das nicht stemmen können" sagt der Öko-Winzer, „das Angebot des Maschinenrings war ein Strohhalm, den ich ergriffen habe. Es wurde ein ganzer Strohballen draus." Die positiven Erfahrungen bleiben nicht ohne Folge für die Betriebsorganisation. Thomas Knewitz wird auch zukünftig, wenn auch in geringerem Umfang, als Betriebshelfer tätig sein. Inzwischen sind seine Söhne ebenfalls vom Betriebshelfer-Virus angesteckt. Sie übernehmen immer wieder kurzzeitige Aufträge, sofern das in die Ausbildung und in den Ablauf des elterlichen Betriebes hineinpasst.