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Betriebs-, Familienhilfsdienst und Maschinenring Coesfeld e.V.

Landschaftspflegerische Begleitpläne

Landschaftsplanung

Die MR Agrar-Service GmbH bietet seit vielen Jahren die Erstellung von Landschaftspflegerischen Begleitplänen – kurz „LBP“ – an. Diese sind erforderlich, wenn umfangreichere Baumaßnahmen geplant werden, z. B. Viehställe oder große Fahrasiloanlagen, Maschinen- und Reithallen. Diese Investitionen sind immer mit einem größeren Eingriff in die Natur verbunden. Zum einen werden oft erhebliche Flächen versiegelt und aus Sicht der Umwelt abgewertet, zum anderen wird auch das äußere Erscheinungsbild der Hofstelle und der umgebenden Landschaft stark beeinflusst.

Gemäß Landschaftsgesetz des Landes NRW sind die Eingriffe in die Natur, sofern nicht vermeidbar, dauerhaft auszugleichen. Hierbei wird ab einer Fläche von ca. 1.000 m² Neuversiegelung die gutachterliche Betrachtung der Ist- und Plansituation sowie die Planung von entsprechenden Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen erforderlich. In einem LBP werden diese Anforderungen umgesetzt.

Zusammen mit dem Landwirt als Auftraggeber erarbeiten wir ein Konzept, das einen ausreichenden Ausgleich gewährleistet. Gleichzeitig müssen die Kompensationsmaßnahmen in die Struktur des Landwirtschaftsbetriebes passen sowie genug Spielraum für die weitere betriebliche Entwicklung lassen. Hierzu sind vielfach zunächst Abstimmungsgespräche mit den Unteren Landschaftsbehörden (ULB) der Kreise erforderlich. So wird zunächst die Ist-Situation um den Investitionsort mit seinen verschiedenen Strukturen aufgenommen.

Anschließend wird mit der ULB des betreffenden Kreises ein erster Vorschlag für Ausgleichsmaßnahmen diskutiert, der dann anhand der Vor-Ort-Situation angepasst wird. Es wird festgelegt, ob z.B. Hecken oder Baumgruppen gepflanzt werden müssen oder durch Schaffen von Feuchtbiotopen, Steuobstwiesen oder durch Extensivierungsmaßnahmen auf landwirtschaftlichen Flächen der erforderliche Ausgleich erfolgt. Bei Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes liegt ein Schwerpunkt auf der Eingrünung des Bauwerks durch Heckenstrukturen und Baumanpflanzungen.

Im weiteren Schritt wird der Eingriff bewertet und die exakte Höhe des Ausgleichs anhand der Planungsunterlagen festgelegt. In Fällen, in denen auch der Lebensraum von bedrohten Tieren berührt werden könnte, wird zudem eine artenschutzrechtliche Beurteilung vorgenommen.

Als Ergebnis beschreibt der LBP, mit welchen Maßnahmen der Eingriff in die Natur ausgeglichen werden soll. Dieses Ergebnis findet sich dann mit der Stellungnahme der ULB auch in der Baugenehmigung wieder.

Wir verzeichnen eine weiterhin hohe Nachfrage nach unseren Planungsleistungen im Rahmen der Bauverfahren. Grund hierfür ist sicherlich, dass der Umfang der jeweiligen Einzelmaßnahmen deutlich gestiegen und häufiger ein Konzept eines Fachplaners gefordert wird. Honoriert wird aber auch unser stetiges Bemühen, einen ausgewogenen Kompromiss zwischen den Interessen der Antragsteller und den Anforderungen der Genehmigungsbehörden zu erreichen – und das zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Ansprechpartner:

Hubertus Schulze Froning

Tel. 02541 - 84461 22
Email: h.schulze-froning@bhd-coesfeld.de

Schulze Froning